
Case Study · Target Operating Model · Finanzdienstleistung
Native Social-Media-Strategie und Teamaufstellung für ein Fintech
Vor dem Relaunch erhält jeder Social-Media-Kanal eines europäischen Fintech-Unternehmens eine Entscheidung, eine Kennzahl und eine verantwortliche Person. Dazu entsteht eine Organisation, die das Kanalportfolio auch nach dem Relaunch steuert.
Ausgangslage
Viele Kanäle ohne Steuerung binden Kapazität, die dem Wachstum fehlt
Das Unternehmen betrieb viele Social-Media-Kanäle auf mehreren Plattformen und in mehreren Märkten. Nur wenige Profile erreichten Reichweite, das Engagement lag unter dem Branchenwert. Es fehlte ein Reporting mit messbaren Zielen, und die Leitung der Kommunikation war unbesetzt. Beides sollte zum Relaunch der Marke stehen.
Wie wird aus einer breiten, schwer steuerbaren Präsenz ein Auftritt, der als Premium-Marke gelesen wird, und welche Organisation trägt ihn?
Vorgehen
Vier Lieferungen führen von der Analyse zum Organisationszielbild
Prozess aufsetzen.
Material-Review, Strategieentwicklung mit Filterblasen- und Umfeldanalyse, Formate, Produktion und Monitoring bilden die Arbeitsgrundlage.
Zielbild und Content-Säulen festlegen.
Das Zielbild Premium-Lifestyle stützt sich auf drei Säulen: aspirational, aktuell, informativ. KPIs je Kanal machen es messbar.
Die Leitung ausschreiben.
Anforderungsprofil und Ausschreibung für die kreative Leitung Social Media sind der erste Schritt zur Besetzung.
Organisationszielbild liefern.
Ein Zielorganigramm der Kommunikation grenzt ab, welche Routinen KI übernimmt und welche Entscheidungen bei Menschen bleiben.
Methode 1
Jeder Kanal erhält eine Entscheidung, auch die, ihn zu schließen
Die Einordnung folgt zwei Fragen: Wie wichtig ist der Markt des Kanals, und wie viel Reichweite hat er? Daraus ergibt sich eine von vier Entscheidungen. Die Engagement-Rate zeigt, ob ein Kanal sein Publikum erreicht. Wir lesen sie stets gegen den Branchenwert.
Methode 2
Sechs Entscheidungen machen aus Kanälen eine Organisation
Die Organisation richtet sich nach den Kanälen. Das Team wird nach Kanal geschnitten statt nach Gewerk, und jeder Kanal erhält eine verantwortliche Person. Ein fester Kanal-Review entscheidet, ob ein Kanal startet, weiterläuft oder schließt. KI übernimmt wiederkehrende Routinen, das Urteil bleibt beim Team.
Ergebnis
Das Unternehmen geht mit Diagnose und Bauplan in den Relaunch
Zum Relaunch lagen vor: der Prozess, die Strategie mit Content-Säulen und KPIs je Kanal, Material für die CEO-Kommunikation, die Ausschreibung der Leitung und das Organisationszielbild.
So What?
Viele Profile deuten auf fehlende Priorität hin, nicht auf Reichweite.
Wer je Kanal eine verantwortliche Person und eine Zahl festlegt, kann Kanäle schließen und die frei werdende Kapazität auf Wachstum lenken.
Die Basis muss vor dem Relaunch gemessen sein.
Ohne Ausgangswert überdeckt der Relaunch die bestehende Lücke.
Eine Social-Strategie ohne besetzte Leitung bleibt ein Dokument.
Organisation und Strategie gehören in denselben Bauplan.

