
Case Study · Target Operating Model · Markenartikel
Neues Target-Operating-Modell für Consumer Goods Social Team
Die Kanäle eines europäischen Consumer-Goods-Herstellers wuchsen schneller, als sein Social-Team Inhalte liefern konnte. Wir verbinden die Leistung jedes Kanals mit seinen Abläufen und den Anforderungen je Position und entwickeln daraus ein Operating Model, mit dem dieselbe Mannschaft mehr veröffentlicht.
Ausgangslage
Die Kanäle wachsen schneller als die Abläufe des Social-Teams
Die Marke hatte in kurzer Zeit ein eigenes Social-Team aufgebaut, das die Markenkanäle bespielt und Markenbotschafter bei der Produktion begleitet. Die Kanäle verlangten immer mehr aktuelle Inhalte, der Output blieb hinter der Kapazität zurück. Es fehlten feste Abläufe, eine gemeinsame Ablage und eindeutige Zuständigkeiten.
Wie muss das Team organisiert sein, damit mit derselben Mannschaft mehr Inhalte entstehen, ohne dass die Qualität leidet?
Vorgehen
Wir verbinden die Leistung jedes Kanals mit seinen Abläufen und den Anforderungen je Position
Leistung der Kanäle messen.
Output und Kennzahlen je Kanal gegen die vorhandene Kapazität stellen, um zu zeigen, wo der Output zurückbleibt.
Abläufe nachzeichnen.
Content-Prozesse je Kanal mit Übergaben, Freigaben und Auslastung erfassen, um die Engpässe zu lokalisieren.
Anforderungen je Position bestimmen.
Das gesamte Team interviewen und je Rolle ein Kompetenzprofil ableiten.
Zielvarianten bauen.
Organigramm und Workflows für Marken- und Botschafterkanäle in zwei Varianten entwerfen, damit die Marke zwischen ausgearbeiteten Modellen entscheiden kann.
Neue Rollen beschreiben.
Anforderungsprofile für die Stellen formulieren, die das Zielbild braucht.
Methode 1
Output geht zwischen Idee und Kanal an Übergaben, Freigaben und Abstimmung verloren
Die Mannschaft war vorhanden, die Abläufe fehlten. Wo ein Beitrag durch viele Gewerke wandert, Freigaben ohne Entscheider kreisen und Abstimmung im Chat läuft, geht Output zwischen Idee und Kanal verloren. Der Engpass liegt damit in der Organisation der Abläufe. Gemessen wird das über die Auslastung je Kanal und die Zahl der Übergaben je Beitrag.
Methode 2
Zwei Rollen je Kanal halten das Tempo der Content Pieces
In beiden Zielvarianten verantworten je Kanal ein Platform Owner und ein Creator den Beitrag von der Idee bis zur Veröffentlichung. Verantwortung und Entscheidungsrechte liegen damit je Kanal bei zwei Personen. Die Produktion arbeitet auf Anfrage zu. In der zweiten Variante liefert ein eigenes Ideation-Team Themen für alle Kanäle und wertet aus, was funktioniert.
Ergebnis
Die Marke wählt zwischen zwei ausgearbeiteten Zielvarianten für mehr Output
Geliefert wurden Kanalanalyse, Prozessanalyse, Auslastungsübersicht, drei Organisationsoptionen und zwei Zielvarianten mit Workflows und Anforderungsprofilen für neue Rollen. Beide Varianten schaffen Platz für mehr Inhalte, ohne die Mannschaft zu vergrößern.
So What?
Abstimmungswege wachsen oft langsamer als die Kanäle.
Der Engpass liegt dann bei Übergaben und Freigaben, die Kapazität ist vorhanden.
Gut geführte Social Channels brauchen zwei Rollen je Kanal.
Platform Owner und Creator tragen den Beitrag, alle anderen arbeiten zu.
Interviews werden zur Führungsmaßnahme, wenn sie auf Maßnahmen zielen.
Dafür braucht es Experten, die die Kanäle selbst kennen.

