
Case Study · Transformation · Markenartikel
Social Media Transformation: Target Operating Model für das Social-Team eines Markenartikelherstellers
Ein 27-köpfiges Social-Team brauchte im Worst Case bis zu neun Rollen für ein einziges Video.
Quelle: Teamübersicht des Kunden, Projektwoche 4; ZCG-Prozessanalyse und Auslastungsübersicht, Projektwoche 5, n=14 Interviews
Ausgangslage
Ein Social-Team wächst in weniger als zwei Jahren auf 27 Personen, der Output bleibt unter der Kapazität
Ein Markenartikelhersteller hatte in weniger als zwei Jahren ein eigenes Social-Team von 27 Personen aufgebaut, das die Markenkanäle auf zwei Short-Form-Plattformen bespielt und Markenbotschafter bei der Produktion unterstützt. Der Output blieb hinter der Kapazität zurück: Ein Markenkanal lieferte 4,2 Videos je Woche, ein zweiter 8,4. Feste Abläufe, eine gemeinsame Dateiablage und eindeutige Zuständigkeiten fehlten; Vertretungen liefen über WhatsApp.
Der Kunde wollte wissen, wie das Team organisiert sein muss, damit mehr Inhalte mit derselben Mannschaft entstehen, ohne dass die Qualität leidet.
Vorgehen
Vier Schritte führen in zehn Projektwochen von 14 Interviews zu zwei Zielvarianten
- Woche 1 bis 2
Die Mitarbeiter befragen
Wir haben 14 Interviews über alle Rollen von der Produktionsleitung bis zum Cutter geführt, entlang von vier Parametern: Positionierung, Zufriedenheit, Effektivität, Zusammenarbeit.
- Woche 3 bis 5
Die tatsächlichen Abläufe nachzeichnen
Wir haben die Content-Prozesse je Kanal nachgezeichnet und die Auslastung gegen einen Kapazitäts-Benchmark gestellt. Im Worst Case eines Kanals arbeiteten drei Creator in verschiedenen Produktionszyklen am selben Video, insgesamt bis zu neun Rollen.
- Woche 5
Drei Organisationsoptionen entwickeln
Kanalverantwortung end-to-end, zentrale Produktion mit Kanalorientierung oder zentrale Produktion mit Skill-Orientierung: Für jede Option haben wir Rollen und Schnittstellen beschrieben.
- Woche 6 bis 10
Zwei Zielvarianten mit Workflows ausarbeiten
Platform Owner und Creator je Kanal, Produktionsteam nur auf Anfrage, ein eigenes Ideation-Team, getrennte Abläufe für Marken- und Botschafterkanäle. Die Entscheidung über die Zielvariante lag beim Kunden.
Ergebnis
Zwei Zielvarianten verkürzen die Produktionskette je Kanal auf Platform Owner und Creator
Geliefert wurden Prozessanalyse, Auslastungsübersicht, drei Organisationsoptionen und zwei ausgearbeitete Zielvarianten mit Rollenprofilen und Workflows. In beiden Varianten verantworten je Kanal ein Platform Owner und ein Creator den Beitrag; das Produktionsteam unterstützt nur auf Anfrage, ein Ideation-Team entwickelt Themen über alle Kanäle.
- Kanal A, Ist: 4,2
- Kanal A, Benchmark: 50
- Kanal B, Ist: 8,4
- Kanal B, Benchmark: 14
So What?
Ein Social-Team verliert Output an Übergaben, nicht an fehlenden Leuten.
Bis zu neun Rollen an einem Video bei 27 Personen im Team: Die Kapazität war da, die Abläufe nicht.
Eine verantwortliche Person und ein Creator je Kanal verkürzen die Kette, bevor eine Stelle besetzt wird.
Beide Zielvarianten setzen auf das Rollenpaar Platform Owner und Creator; das Produktionsteam arbeitet nur auf Anfrage.
Interviews müssen auf Maßnahmen zielen, sonst bleiben sie Stimmungsbild.
14 Gespräche entlang von vier Parametern lieferten die Cluster Kommunikation, Führung und Organisation, aus denen die Optionen entstanden.
Quellen und Methodik
- ZCG-Proposal zur Teamstruktur, Projektwoche 1; Teamübersicht des Kunden, Projektwoche 4.
- ZCG-Sendout Prozessanalyse und Auslastungsübersicht, Projektwoche 5, n=14 Interviews.
- ZCG-Organisationsoptionen, Projektwoche 5; Zielvarianten und Workflows, Projektwoche 10.
Das Team

